Wasserdichte Hardshelljacken

Hardshelljacken sind atmungsaktive Hightechprodukte, die dauerhaft – auch unter extremen Bedingungen – vor Wind, Regen und Schnee schützen. Im Vergleich zu Softshelljacken sind sie allerdings etwas weniger atmungsaktiv, dafür aber robuster und in jedem Fall wasserdicht.

„Hardshelljacken kann man prinzipiell in zwei unterschiedliche Arten gruppieren:

  • Hardshelljacken mit Beschichtung und
  • Harshelljacken mit Membran.“

hardshelljacke

1. Hardshelljacken mit PU-Beschichtung (PU=Polyurethan)

PU-Beschichtungen für Hardshelljacken werden von innen auf den Außenstoff aufgebracht, wodurch eine dampfdurchlassigen, mikroporöse Schicht entsteht, die Wasser von außen anhält, von innen aber den Wasserdampf (ausgelöst durch schwitzen) durchlässt.

 Die bekanntesten Beschichtungen sind:

  • HyVent von The North Face
  • MemBrain Strata von Marmot
  • Ceplex von Vaude

Diese Beschichtungen kommen vor allem bei “günstigeren” Hardshelljacken zum Ensatz (< 200.- EUR). Mechanische Belastung (z.B. durch einen Rucksack) führt bei diesen Jacken mit der Zeit unweigerlich zum Abrieb der Beschichtung. Zudem weisen sie weniger hohe Werte bei der Atmungsaktivität auf. Trotzdem haben diese Modelle ihre Berechtigung und reichen für die meisten Aktivitäten aus.

Plant man hingegen ausgedehnte Expeditionen (z.B. alpine Kletter- oder Hochtouren) evtl. mit schwerem Gepäck lohnt sich die Anschaffung einer Hardshelljacke mit Membran. Hier gleicht die längere Haltbarkeit den oft sehr viel höheren Preis wieder aus.

2. Hardshelljacken mit Membran

Membrane sind so zu sagen eine zusätzliche Stoffschicht, die von den Herstellern zwischen Innen- und Außenstoff gelegt wird.

Am Markt etablierte Membrane sind:

  • GoreTex von Gore
  • Dermizax (wird z.B. von Bergans eingesetzt)
  • eVent von Vaude

Darüber hinaus ist die Atmungsaktivität einiger Membrane variabel, d.h. je mehr man schwitzt (-> mehr  Wasserdampf in der Jacke) und je höher die Temperatur des Körpers ist, desto atmungsaktiver wird die Harshelljacke. Wenn die Temperatur kühler ist und man folglich nicht schwitzt, geht keinerlei Wärme verloren.

Die Hardell-Membrane sind um einiges abriebsfester und gleichzeitig dampfdurchlässiger, also atmungsaktiver als  Polyurethan-Beschichtungen.

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Atmungsaktivität

Die Atmungsaktivität einer Hardshelljacke hängt von mehreren Faktoren ab, die nachfolgend etwas näher betrachtet werden sollen:

1. Grundsätzlich kann man sagen, dass Hardshelljacken mit Membran atmungsaktiver sind als Hardshelljacken mit Beschichtung. Das liegt daran, dass bei Jacken mit Beschichtung zum Schutz der mikroporösen Struktur eine dünne PU-Beschichtungaufgetragen wird, die ein “direktes durchdampfen” unmöglich macht. Hier muss der Wasserdampf, der durch schwitzen entsteht erst an der Innenseite der Jacke kondensieren, bevor er durch die mikroporöse Schicht nach außen getragen wird.

2. Wie atmungsaktiv eine Hardshelljacke tatsächlich ist hängt außerdem vom Schnitt der Jacke ab. Je näher die Hardshelljacke am Körper sitzt, desto schneller transportiert sie den Wasserdampf nach außen. Jedoch sollte beim Kauf einer Hardshelljacke dringend darauf achten, dass man noch genügend Platz für weitere Kleidungsschichten hat. Ein offenproiger Fleece sollte auf jeden Fall noch darunter passen, um so bei Bedarf für genug Isolation zu sorgen.

Und noch etwas: Trotz allem technischen Fortschritt ist bisher keine Hardshell-Membran in der Lage den Körper bei Höchstlast (z.B. beim Laufen mit Rucksack) dauerhaft trocken zu halten. Möchte man eine möglichst atmungsaktive und leichte Jacke, die aber nicht unbedingt wasserdicht ist, so ist eine Softshelljacke zu empfehlen.

Jacken mit Membran

Membrane (=Laminate) werden bei Hardshelljacken als zusätzliche Schicht zwischen Außen- und Innenstoff gelegt. Membrane ermöglichen ein “direktes Durchdampfen”. Der beim Schwitzen gebildete Wasserdampf muss nicht erst an der Innenseite der Jacke kondensieren bevor er nach außen diffundieren kann so, wie das bei Hardshelljacken mit Beschichtung der Fall ist, sondern wird durch die Membran direkt abtransportiert.

Vorteile von Jacken mit Membran:

  • Hardshelljacken mit Membran schützen auch bei Extrembedingungen dauerhaft vor Nässe
  • sind extrem abriebsfest
  • sind sehr atmungsaktiv
  • sind auch für den täglichen Gebrauch geeignet

Nachteile von Jacken mit Membran:

  • teuer in der Anschaffung als Hardshelljacken mit Beschichtung

Jacken mit Beschichtung

PU-Beschichtungen werden von innen an den Außenstoff aufgedampft. Diese hydrophile Beschichtung sorgt dafür, dass das Gewebe von außen wind- und wasserdicht ist. Sobald man schwitzt kondensiert an der Innenseite der Beschichtung Wasserdampf, der dann durch die mikroporöse Struktur nach Außen getragen wird. So erhält man eine Jacke die gleichzeitig wasserdicht und atmungsaktiv ist.

Vorteile von Jacken mit PU-Beschichtung:

  • günstiger in der Herstellung
  • Hardshelljacken mit Beschichtung reichen für die meisten Outdoor-Aktivitäten aus
  • eher nicht für den täglichen Gebrauch geeignet

Nachteile von Jacken mit PU-Beschichtung:

  • i.d.R. weniger abriebsfest als Hardshelljacken mit Membran
  • i.d.R. weniger atmungsaktiv als Hardshelljacken mit Membran

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